„Vom Clipping zum Controllin
g“ heißt eine Magisterarbeit, die im Jahr 2008 am IFK der TU Dresden vorgelegt wurde. Darin berichtet Nora Jantzen von einer Expertenbefragung über den Stellenwert und die Ausprägung von Kommunikationscontrolling in deutschen Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen – im Rahmen der Erfolgskontrolle ihrer Unternehmenskommunikation – in erster Linie die Medien beobachten. 98 % aller befragten Unternehmen erstellen entsprechende Presseclippings. Demgegenüber führen nur 37 % der Unternehmen Imageanalysen bei Ihren Kunden durch. Diese Zahlen zeigen, dass viele Unternehmen eine etwas einseitige Sicht auf das Thema Kommunikationscontrolling haben. Wichtig scheint vor allem, dass und was die Presse über einen berichtet. Aber Unternehmen leben nicht von der Medienberichterstattung, sondern von ihren Kunden. Außerdem sind gute Beziehungen zu Zulieferern und Kapitalgebern erforderlich, um langfristig erfolgreich zu wirtschaften. Und auch wenn Medieninhalte zweifelsfrei einen Einfluss auf die öffentliche Meinung haben ist es dennoch wichtig, die direkten Auswirkungen der Unternehmenskommunikation auf Meinungen, Einstellungen und Verhalten dieser wichtigen Anspruchsgruppen zu erheben. Dass dies trotzdem aber nur in den wenigsten Unternehmen gemacht wird, hat verschiedene Gründe. Oft fehlt es einfach am professionellen Verständnis und an entsprechenden fachlichen Kompetenzen. Artikel in der Zeitung können dagegen ganz einfach kopiert, verschickt und abgeheftet werden. Bei einer solchen Herangehensweise ist es kein Wunder, dass deutsche Kommunikationsmanager nur knapp fünf Prozent ihrer Wochenarbeitszeit in die Evaluation der eigenen Kommunikationsmaßnahmen investieren. Weiterlesen









